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Malaria und Mückenschutz
Vermeiden Sie es grundsätzlich, Kleinkinder zu Urlaubsreisen in Malariagebiete mitzunehmen. Dies gilt besonders dann, wenn im Urlaubsziel Resistenzen der Erreger gegen Malariamedikamente bekannt sind.
Was ist Malaria?
Malaria wird von einzelligen Blutparasiten verursacht und von dämmerungs- und nachtaktiven Stechmücken übertragen. Die Erkrankung verläuft mit Fieber und oft auch mit Durchfall, Erbrechen, Kopf- und Gliederschmerzen. Die bösartige (tropische) Malaria kann zu schweren Krankheitsverläufen, bis hin zum Tode führen. Jedoch ist jede rechtzeitig erkannte Malaria heilbar.
Denken Sie bei Auftreten der geschilderten Symptome während oder nach einem Tropenaufenthalt immer an die Möglichkeit einer Malaria und suchen Sie bei entsprechenden Symptomen sofort einen Arzt auf.
Mückenschutz
Der beste Schutz vor Malaria ist, wenn die Mücke nicht sticht! Betreiben Sie deswegen in jedem Fall auch bei Kindern einen konsequenten Mückenschutz.
Da Malariamücken nur in den Abend- und Nachtstunden aktiv sind, ist es wichtig, folgende Schutzmaßnahmen vor allem in dieser Zeit durchzuführen:
Moskitonetze sind der beste Schutz für Säuglinge. Spannen Sie sie so auf, dass keine Lücken entstehen und das Kind keinen Kontakt zum Stoff hat.
Mücken- und Insektenabwehrmittel auf chemischer Basis sind für Kleinkinder keinesfalls geeignet. Für Kinder kommen Abwehrmittel auf pflanzlicher Basis (ätherische Öle) in Betracht.
Mücken und andere Insekten übertragen in den südlichen Ländern nicht nur Malaria, sondern auch eine Reihe weiterer Krankheiten. Mückenschutz bedeutet daher auch Infektionsschutz.
Malariaprophylaxe
Grundsätzlich gilt, dass, wenn für Erwachsene eine medikamentöse Malariaprophylaxe (Chemoprophylaxe) in Frage kommt, die Empfehlungen auch für Kinder gelten, und zwar für alle Altersgruppen.
Säuglinge bis zu 6 Monaten lassen sich aber in weitgehend mückenfreien Schlafräumen unter einem sorgfältig angebrachten Moskitonetz vor den nachtaktiven Überträgermücken gut schützen.
Für die Wahl des Mittels zur Vorbeugung und seine Einnahme gelten für Kinder und Erwachsene meist die gleichen Empfehlungen. Ausnahmen hiervon betreffen die Mittel Mefloquin (nicht bei Kindern unter 5 kg Körpergewicht) und Doxycyclin (nicht für Kinder unter 8 Jahre, in Deutschland nicht zugelassen). Für die Wirkstoffkombination Atovaquon/Proguanil gibt es eine spezielle Darreichungsform für Kinder (von 11-40 kg Körpergewicht).